TL;DR - Key Takeaways
- •Functional programming and TDD are structurally ADHD-friendly: immutability removes state-tracking from working memory, and red-green-refactor provides dopamine micro-rewards with explicit completion signals.
- •CLAUDE.md files function as externalized executive function - persistent context loaded automatically at session start, bypassing unreliable memory retrieval.
- •Standard 25-minute Pomodoro fails for ADHD because it interrupts rare hyperfocus states; 90/20 ultradian blocks or energy-based scheduling align better with ADHD's bimodal attention.
- •The complete ADHD developer toolkit spans eight layers: paradigm, IDE, version control, AI, time management, environment, documentation, and knowledge management - each externalizing a different cognitive function.
ADHS-optimierte technische Workflows und Entwicklungsumgebungen
Kernprinzip
Der beste ADHS-Workflow ist kein neurotypischer Workflow mit angeschraubten Anpassungen. Es ist ein Workflow, der von Grund auf darauf ausgelegt ist, Exekutivfunktion zu externalisieren, Arbeitsgedaechtnislast zu minimieren und Aufgaben mit anhaltendem Aufmerksamkeitsbedarf in schnelle Feedback-Schleifen umzuwandeln.
1. Programmierparadigmen und ADHS-Passung
Arbeitsgedaechtnis als Flaschenhals
- ADHS-Teilnehmende erzielten hoechste Werte bei Arbeitsgedaechtnisschwierigkeiten vs. ASS und neurotypische Entwickler (2024 Studie)
- Context Switching erfordert “fast eine Stunde, um Aufgabenstrukturen wieder ins Bewusstsein zu laden” (ICSE 2024)
- Paradigmenwahl beeinflusst die Arbeitsgedaechtnislast direkt
Funktionale Programmierung (FP)
ADHS-Ausrichtung: Hoch
- Immutability: “Je weniger veraenderbarer Zustand, desto weniger muss der Programmierer im Kopf behalten.” Fuer begrenztes Arbeitsgedaechtnis ist das Entfernen von Zustandsverfolgung eine strukturelle Anpassung.
- Reine Funktionen: Ausgabe haengt nur von Eingaben ab -> ermoeglicht lokales Schlussfolgern. Kein Pruefen von globalem Zustand, aktuellen Variablen, Anwendungskontext noetig.
- Komposition statt imperativer Sequenzen: Kleine, testbare Einheiten, die isoliert verstanden werden koennen
- Praktische Sprachen: Haskell, Elm, F#, funktionales TypeScript (fp-ts, Ramda)
- Selbst partielle Uebernahme (map/filter/reduce statt Schleifen, gemeinsamen veraenderbaren Zustand vermeiden) bringt kognitive Vorteile
Deklarativ vs. Imperativ
- Deklarativ (SQL, CSS, React, Terraform): spezifiziere was, nicht wie -> reduziert Arbeitsgedaechtnislast um bis zu 40% bei grossen Projekten
- Imperativer Code erfordert mentale Simulation der Ausfuehrung Schritt fuer Schritt (WM-intensiv)
- Deklarativ delegiert das Ausfuehrungsmodell an die Laufzeitumgebung und befreit kognitive Ressourcen
Visuelle/Node-basierte Programmierung
- Unreal Blueprints, TouchDesigner, Node-RED, Zapier/n8n
- Raeumlich organisierte Graphen externalisieren Kontrollfluss auf eine Leinwand
- Das visuell-raeumliche Arbeitsgedaechtnis von ADHS kann relativ staerker sein
- Besonders effektiv fuer IoT, Creative Coding, Workflow-Automatisierung
Test-Driven Development (TDD)
ADHS-Ausrichtung: Sehr hoch
| TDD-Eigenschaft | ADHS-Vorteil |
|---|---|
| Fehlschlagender Test definiert naechsten Schritt | Arbeitsgedaechtnis-Offloading — externe Spezifikation |
| Red-Green-Refactor-Zyklus | Sofortiges Feedback -> Dopamin-Mikrobelohnungen |
| ”Wenn Code alle Tests besteht, bist du fertig” | Explizites Fertigstellungssignal (ADHS kann nicht erkennen, wann man aufhoeren soll) |
| Tests begrenzen den Scope | Verhindert laterale Expansion in benachbarte Probleme |
- ICSE 2024 Fallstudie identifiziert TDD explizit als ADHS-Bewaeltigungsstrategie
- Community: “TDD ist wie eine Todo-Liste, die sich selbst abhakt” (80hd.dev)
2. IDE- und Editor-Konfiguration
Forschung: Perceptual-Load-Studie (JetBrains Research, 2023)
- Entwickler erledigten Aufgaben unter hoher Wahrnehmungslast (laute IDE) vs. niedriger Wahrnehmungslast (aufgeraeumte IDE)
- Niedrige Wahrnehmungslast: kuerzere Zeit bis zum ersten Zeichen, hoehere Gesamtgeschwindigkeit
- Der Effekt war speziell staerker ausgepraegt bei Entwicklern mit ADHS-Symptomen
Ablenkungsfreie Modi
- JetBrains: Distraction-Free Mode (versteckt alle Toolbars, Tool Windows, Tabs); Zen Mode fuegt Vollbild hinzu
- VS Code: Zen Mode (Strg+K Z); Minimales Layout + Peacock-Extension fuer farbcodierte Workspaces
- Vim/Neovim: Standardmaessig minimal — steile Lernkurve, aber tastaturbasierter modaler Workflow unterstuetzt Fokus
Farbe und Schriften
- Dunkle Themes mit gedaempften Akzenten: One Dark Pro, Dracula, Tokyo Night — reduzieren Helligkeitsablenkung
- Semantisches Highlighting: Farbe kodiert Bedeutung (Typ, Scope, Mutabilitaet) nicht nur Syntax -> schnelleres Verstaendnis mit weniger sequentiellem Lesen
- JetBrains Mono: Entworfen mit groesserer Zeichenhoehe, erweitertem Buchstabenabstand zur Reduktion kognitiver Last
- Bei Legasthenie-Komorbiditaet (25-40%): JetBrains Mono oder Atkinson Hyperlegible, 14-16pt, 1,5 Zeilenabstand
- OpenDyslexic: Evidenz gemischt (keine signifikante Leseverbesserung in Studien); verwenden, wenn subjektiv bevorzugt
Benachrichtigungsmanagement
- OS-Ebene: macOS Focus Modes / Windows Fokus-Assistent auf Entwicklerprofil
- Slack/Teams: Nicht Stoeren als Standard; geplante Pruef-Fenster (z.B. 10:00, 14:00)
- IDE: Nicht-essentielle Popups deaktivieren (Updates, Telemetrie, Vorschlags-Unterbrechungen)
- JetBrains Power Save Mode: Reduziert Hintergrundaktivitaet
3. Git-Workflows fuer ADHS
Commits als Arbeitsgedaechtnis-Schnappschuesse
- Bei jeder semantischen Grenze committen, nicht nur bei “fertigen” Features
- Jeden Arbeitsblock mit einem Commit beenden:
"WIP: mittendrin bei UserService-Extraktion; naechstes: Tests schreiben" - Commit-Messages als Zukunfts-Ich-Anweisungen schreiben: Problem, Ursache und naechsten Schritt einbeziehen
Branch-Benennung als Kontext-Hinweise
fix/user-service-null-avatar-optional-chaining(ADHS-freundlich: kodiert Problem + Komponente + Ansatz)fix-1(ADHS-feindlich: erfordert Querverweise zum Wiederherstellen des Kontexts)
Git Stash als Interrupt Handler
git stash push -m "implementiere UserService-Refactoring: mitten in Extraktion, Tests scheitern in Zeile 47"
- Benannte Stashes sind navigierbar:
git stash listzeigt alle ausstehenden Kontext-Threads - Kognitive Lesezeichen fuer unvermeidliche ADHS-Kontextwechsel
Interaktives Rebase als Aufraeumaktion
- Waehrend des Flows unordentlich committen (mehrere kleine “Oops”-Commits, Experimente)
- History danach aufraeumen mit
git rebase -i HEAD~N - Entkoppelt den Bedarf an Disziplin waehrend des Flows vom Bedarf an sauberer History
End-of-Session-Ritual
Zwei-Punkte-Notiz in Commit-Message, NOTES.md oder angepinntem Kommentar:
- Zustand: “UserService-Refactoring 60% fertig; E-Mail-Validierung erledigt, Passwort-Reset nicht begonnen”
- Naechste winzige Aktion: “Naechstes: Fehlschlagenden Test fuer
resetPassword-Methode schreiben”
Verhindert Blank-Page-Paralyse bei Rueckkehr.
4. Claude Code / KI-spezifische Workflows
CLAUDE.md als externalisierte Exekutivfunktion
- Wird bei Session-Initialisierung geladen, ohne expliziten Abruf zu erfordern
- Strukturell isomorph zu Ergotherapie-”Umgebungsmodifikationen fuer Exekutivdysfunktion”
- Umgeht unzuverlaessigen selektiven Gedaechtnisabruf durch Einbettung von Kontext im Dateisystem
Empfohlene CLAUDE.md-Abschnitte:
# Projektkontext
[Ein Absatz: was und warum]
# Aktueller Stand
[Funktionierend, in Arbeit, blockiert]
# Getroffene Entscheidungen
[Architekturentscheidungen und WARUM -- verhindert erneutes Verhandeln]
# Meine Arbeitsvereinbarungen
["Immer async/await nicht .then()", "Tests vor Implementierung"]
# Aktive Arbeit
[Aktueller Fokusbereich und naechste konkrete Aktion]
# Bekannte Landminen
[Dinge, die vorher Probleme verursacht haben]
Die Vier-Schichten-Gedaechtnisarchitektur
- System Prompt (statisch, Session-Ebene)
- User Memories (abstrahierte Fakten, unzuverlaessig abgerufen)
- Gespraechsverlauf (rollierend ~190K Tokens, komprimiert)
- Aktuelle Nachricht (unmittelbare Eingabe)
Design-Implikation fuer ADHS: Verlasse dich NICHT auf Schichten 2-3. Behandle CLAUDE.md als den zuverlaessigen Gedaechtniskanal. Designe fuer Sessions als unabhaengige Kontexte mit bewussten Informationsbruecken.
Body Doubling mit KI
- 2024 ACM-Studie: Body Doubling als natuerlich effektiv fuer neurodivergente Personen bestaetigt
- 2025 VR-Studie: KI-Body-Doubles -> Teilnehmende beendeten Aufgaben schneller, nahmen staerkere anhaltende Aufmerksamkeit wahr
- Zack Prosers Setup: WhisperFlow fuer Voice-to-Structure (umgeht Blank-Textfeld-Paralyse), Oura Ring fuer biometrie-bewusste Planung, Claude fuer mitfuehlenden Widerspruch gegen Perfektionismus
Strukturierte Prompting-Muster
Aufgabenzerlegung:
Ich habe ADHS. Zerlege [Feature] in kleinstmoegliche Schritte,
jeder unter 15 Minuten mit testbarem Ergebnis. Nummeriere sie.
Beginne mit dem Schritt, den ich JETZT SOFORT machen kann.
Kontextwiederherstellung:
Hier ist, wo ich aufgehoert habe: [Aktuellen-Stand-Abschnitt einfuegen]
Drei wichtigste Dinge, die man wissen muss, bevor man weitmacht,
und die eine naechste Aktion?
Entscheidungs-Triage:
Stecke zwischen [A] und [B] fest. Gib Empfehlung in einem Satz,
dann Begruendung in Stichpunkten. Ich brauche keine erschoepfende Analyse.
Ich muss vorankommen.
5. Das Pomodoro-Problem
Warum Standard-Pomodoro fuer ADHS scheitert
- 25-Minuten-Block geht von gleichmaessiger moderater Aufmerksamkeit aus — ADHS ist bimodal (unter-engagiert ODER hyperfokussiert)
- Pause unterbricht Hyperfokus — den seltenen Zustand hoechster Produktivitaet
- Unterbrechungskosten: Kontext-Neuladen dauert fast eine Stunde fuer ADHS-Entwickler
- Timer-Angst: Countdown erzeugt Stress, der mit Fokus konkurriert
Alternative Zeitstrukturen
| Methode | Struktur | ADHS-Vorteil |
|---|---|---|
| Energiebasierte Planung | Peak-Energie -> anspruchsvolle Arbeit; Tiefpunkte -> Verwaltung | Richtet sich nach natuerlichen Aufmerksamkeitszustaenden |
| Ultradianer Rhythmus (90/20) | 90 Min Fokus + 20 Min echte Erholung | Lang genug, um Hyperfokus zu erreichen/aufrechtzuerhalten |
| 50/10 Kadenz | 50 Min Arbeit + 10 Min koerperliche Bewegung | Bewegung setzt das ADHS-Erregungssystem zurueck |
| Flexibler Abschluss | Timer = Signal zum Beginnen des Abschlusses, kein harter Stopp | Verhindert katastrophale Gedankenunterbrechung |
Zentrales Prinzip: Kuerzer beginnen als erwartet (10-15 Min), wenn die Motivation niedrig ist, um Initiierungsschwung aufzubauen, dann natuerlich verlaengern, wenn Flow einsetzt.
Body-Doubling-Implementierungen
- Menschlich: Focusmate, Flow Club, Study Stream (Video-Co-Working)
- KI: Claude in persistenter Session mit stuendlichen Check-in-Prompts
- Forschung: Produktivitaet bis zu 40% hoeher mit Body Double
6. Umgebungsdesign
Akustische Umgebung
- Weisses Rauschen: Staerkste Evidenz fuer ADHS-Fokus (stochastische Resonanz — moderater Laerm bringt untererregtes Nervensystem ins Optimum)
- Braunes Rauschen: Schwaechere formale Evidenz, aber starke Community-Unterstuetzung
- Lo-fi-Musik (60-80 BPM): Gleichmaessig, repetitiv, ohne Text -> unterstuetzt anhaltende Aufmerksamkeit
- Vermeiden: Musik mit Text (interferiert mit Sprachverarbeitungsaufgaben)
- Stack: Braunes Rauschen als Basis + Lo-fi-Beats + Noise-Cancelling-Kopfhoerer (auch soziales “Nicht stoeren”-Signal)
Koerperliche Bewegung
- Zappeln bei ADHS korreliert mit anhaltender Aufmerksamkeit waehrend kognitiver Aufgaben (Frontiers in Psychiatry 2024)
- 2015 Studie: ADHS-Kinder schnitten besser bei Arbeitsgedaechtnisaufgaben ab, wenn Bewegung erlaubt war
- Empfohlene Fidgets: Taktil, nicht-visuell (glatte Steine, Mesh-Toys, analoge Ringe)
- Vermeiden: Fidget Spinner (koennen visuelle Aufmerksamkeit binden, Nachteil in einer Studie)
- Stehpulte: Erhoehen praefrontalen Blutfluss, ermoeglichen natuerliche Bewegung
- Balance Boards/Walking Pads: Kontinuierliche propriozeptive Stimulation
Arbeitsplatz
- Dedizierte physische Zone: Umgebungskonditionierung als Fokus-Trigger
- Minimales Schreibtisch-Chaos: Visuelle Stimulation durch Unordnung konkurriert um Aufmerksamkeit (Wahrnehmungslast-Prinzip)
- Zwei Monitore: Primaer fuer Code, sekundaer fuer Docs/Tests -> reduziert Context-Switching-Kosten durch raeumliche Trennung
- Beleuchtung: Helles Blausspektrum morgens (Wachheit); warmes gedaempftes Licht abends (Circadian-Ausrichtung)
7. Dokumentation-Unterwegs-Systeme
Das ADHS-Dokumentationsproblem
- Fuehlt sich getrennt von “echter Arbeit” an (niedrige intrinsische Motivation)
- Erfordert Context Switching vom Implementierungsflow
- Zielgruppe ist abstrakt und entfernt
- Schreiben kann muehsam sein (bis zu 65% der ADHS-Betroffenen koennten Kriterien fuer Schreibschwaeche erfuellen)
KI-gestuetzte Loesungen
Architecture Decision Records (ADRs):
- Kurz (1-2 Seiten), strukturiert (Template-getrieben)
- KI kann waehrend der Session generieren, wenn die Entscheidung getroffen wird
- CLAUDE.md-Anweisung: “Wenn wir Architekturentscheidungen treffen, erinnere mich an die Erstellung eines ADR”
Inline-Kommentare:
- Code schreiben (keine Kommentare waehrend des Flows)
- Am Session-Ende:
"Fuege Inline-Kommentare hinzu, die nicht-offensichtliche Teile erklaeren" - Reviewen und akzeptieren/modifizieren (Bewerten ist einfacher als Generieren fuer ADHS)
Entscheidungskommentare statt Implementierungskommentare:
// Redis verwendet, weil Postgres-Queries unter Last Timeout hatten (siehe ADR-004)>// User aus Datenbank holen- Erfasst das Warum, das das Arbeitsgedaechtnis nicht behalten wird
Video-Dokumentation (Loom):
- Verbale Fluessigkeit als alternativen Kanal nutzen
- Ueber Code sprechen statt darueber schreiben
8. Die “Second Brain”-Architektur
Tool-Vergleich
| Tool | ADHS-Staerke | ADHS-Risiko |
|---|---|---|
| Obsidian | Lokal, Graph-View passt zu assoziativem Denken, Daily Notes als reibungsarme Erfassung | Anpassungstiefe ist ein Rabbit Hole |
| Notion | Gleiche Daten in mehreren Ansichten (Kanban/Kalender/Tabelle), niedrigere technische Huerde | Nur online, endlose Anpassung |
| Logseq | Open Source, Outliner-Modell externalisiert natuerlich hierarchische Zerlegung | Kleineres Oekosystem |
Claude Code + Obsidian-Integration
/initerstellt CLAUDE.md im Vault-Root- Kombiniert den Wissensgraphen des Second Brain mit der Ausfuehrungskapazitaet der KI
- Kontextueller Abruf, Wissenssynthese, Dokumentationsgenerierung, Projektzustandspersistenz
PARA-Methode (Tiago Forte)
- Projects (aktiv, definierter Abschluss) | Areas (laufende Verantwortung) | Resources (Referenz nach Thema) | Archives (inaktiv)
- Nur 4 Top-Level-Kategorien -> eliminiert unbegrenztes Ordner-Nesting, das ADHS-Gehirne erstellen und nicht navigieren koennen
- Eine Vier-Optionen-Entscheidung ist machbar; unbegrenzte Hierarchie nicht
Erfassen-Zuerst, Organisieren-Spaeter
- Erfassungsreibung minimieren: Ein-Tastendruck-Inbox (Quick Capture, Sprachnotiz, Karteikarte)
- Organisation aufschieben: Inbox zu geplanter Zeit verarbeiten, nicht waehrend der Arbeit
- Imperfektion akzeptieren: Einige Eintraege werden nie verarbeitet. Erfassung liefert trotzdem ein durchsuchbares Artefakt.
Das ADHS-Entwickler-Toolkit — Zusammenfassung
| Ebene | Tool/Praxis | Was es externalisiert |
|---|---|---|
| Paradigma | FP, TDD, Deklarativ | Arbeitsgedaechtnis, Fertigstellungserkennung |
| IDE | Zen Mode, semantisches Highlighting, verwaltete Benachrichtigungen | Wahrnehmungsfilterung, Ablenkungsblockierung |
| Versionskontrolle | Benannte Branches, WIP-Commits, Stash-als-Lesezeichen | Kontextpersistenz, Session-Kontinuitaet |
| KI | CLAUDE.md, strukturierte Prompts, Body Doubling | Exekutivfunktion, Aufgabeninitiierung, Kontextwiederherstellung |
| Zeit | Energiebasierte Planung, 90/20-Bloecke | Zeitwahrnehmung, Energie-Matching |
| Umgebung | Braunes Rauschen, Stehpult, zwei Monitore, Fidgets | Erregungsregulation, raeumlicher Kontext |
| Dokumentation | KI-generierte ADRs, Commit-Zeit-Kommentare, Video-Docs | Schreiblast, Motivation fuer Meta-Arbeit |
| Wissen | Obsidian/Notion + PARA, Erfassen-Zuerst-Workflow | Langzeitgedaechtnis, Wissensorganisation |
Der Vorteil des ADHS-Entwicklers liegt nicht darin, gegen seine Neurologie zu kaempfen, sondern darin, eine externe kognitive Infrastruktur aufzubauen, die so umfassend ist, dass der Flaschenhals sich von der Exekutivfunktion zur kreativen Kapazitaet verschiebt — wo ADHS glaenzt.
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